In den letzten Wochen haben wir unsere Mitglieder mündlich und schriftlich informiert, dass im September 2026 eine Umstellung der HIN Identität stattfindet. Wie profitieren HIN Mitglieder davon? Wir klären auf.
Im Zuge der Plattformerneuerung modernisieren wir die technologische Grundlage unserer Services, darunter auch gemeinsam mit ELCASecurity die HIN Identität. Damit schaffen wir bereits heute die Voraussetzungen, um künftige Anforderungen an Sicherheit, Benutzerfreundlichkeit und Interoperabilität zu erfüllen. Das ist besonders wichtig, weil im digitalen Gesundheitswesen der Schweiz tiefgreifende Entwicklungen anstehen.
Im Interview erklären unsere Spezialisten Patrik Schnellmann und José Santos Linares, was sich konkret verändert und wie die HIN Community davon profitiert.
Patrik Schnellmann
Als Produktmanager ist Patrik Schnellmann für die HIN Identität und die damit verbundenen Zugangslösungen verantwortlich. Er sorgt dafür, dass sich Gesundheitsfachpersonen sicher und einfach bei digitalen Anwendungen und Services anmelden können.
José Santos Linares
Als Programm Manager ist José Santos für das Projekt Phoenix verantwortlich. Er koordiniert die verschiedenen Arbeiten rund um die Erneuerung der technischen Grundlage von HIN und sorgt dafür, dass die einzelnen Projekte und Beteiligten gut zusammenspielen und die Umstellung erfolgreich umgesetzt wird.
Was ist die HIN Identität und warum ist sie mehr als nur ein Login?
Patrik: Die HIN Identität ist ein digitaler Identitätsnachweis für Gesundheitsfachpersonen. Sie dient als sicherer Zugangsschlüssel zu Anwendungen und Diensten im Schweizer Gesundheitswesen. Mit ihr können beispielsweise E-Rezepte ausgestellt oder vertrauliche Gesundheitsdaten ausgetauscht werden. Im Unterschied zu einem gewöhnlichen Login bestätigt die HIN Identität nicht nur den Zugang, sondern auch die Identität und Rolle der Person dahinter. Dadurch wird sichergestellt, dass sensible Gesundheitsdaten nur von berechtigten Personen bearbeitet werden.
Warum ist die Umstellung der HIN Identität jetzt notwendig? Und wieso arbeitet HIN dafür mit ELCASecurity zusammen?
Patrik: Die Digitalisierung im Gesundheitswesen entwickelt sich laufend weiter. Damit digitale Dienstleistungen auch künftig sicher und vertrauenswürdig genutzt werden können, braucht es eine moderne und flexible Identitätsplattform. Gesundheitsfachpersonen und Patientinnen vertrauen digitalen Dienstleistungen nur dann, wenn diese einen sicheren Umgang mit sensiblen Daten gewährleisten. Genau hier ist die HIN Identität ein zentraler Enabler. Sie wurde in den vergangenen 30 Jahren kontinuierlich weiterentwickelt. Nun schaffen wir die Grundlage, um neue Anforderungen wie mobile Anwendungen, höhere Sicherheitsstandards oder neue Identifikationsverfahren abzudecken.
ELCASecurity verfügt über ausgewiesene Expertise im Bereich digitaler Identitäten und Cybersicherheit und ist in der Lage, spezialisierte Lösungen bereitzustellen, die auf die Bedürfnisse des Gesundheitswesens zugeschnitten sind. Sie ist die passende Mitstreiterin, damit HIN auch in Zukunft allen Gesundheitsfachpersonen stabile, sichere und datenschutzkonforme Lösungen für den Berufsalltag bieten kann.
Was heisst das konkret für die HIN Mitglieder?
Patrik: Die Mitglieder profitieren von einem zukunftssicheren Authentisierungsmittel und einer modernen technologischen Basis. Damit schaffen wir die Voraussetzungen, dass die HIN Identität auch künftige Anforderungen im digitalen Gesundheitswesen zuverlässig erfüllen kann.
Ganz konkret wird in einem ersten Schritt das Login mit dem HIN Client einfacher und komfortabler. Für Anmeldungen auf der höchsten Sicherheitsstufe ist künftig kein zusätzliches Mobiltelefon mehr erforderlich. Die Authentifizierung erfolgt direkt über den HIN Client ähnlich wie man es vom E-Banking kennt. So wird die Nutzung für unsere Mitglieder einfacher, ohne Kompromisse bei der Sicherheit einzugehen.
Die Umstelllung ist ein sehr technischer Prozess. José, kannst du in einfachen Worten erklären, was sich genau ändert?
José: Am einfachsten lässt sich die Umstellung mit einem Umzug vergleichen. Die bestehende Plattform für die HIN Identität wurde über viele Jahre hinweg aufgebaut und gezielt an die Bedürfnisse des Gesundheitswesens angepasst. Nun verlagern wir die technischen Grundlagen auf eine moderne und zukunftsfähige Plattform.
Wichtig ist, dass HIN auch künftig verantwortlich für die HIN Identität, die Verwaltung der Attribute sowie die fachlichen Prozesse bleibt. Für unsere Nutzerinnen und Nutzer steht dabei vor allem die Kontinuität im Vordergrund. Die HIN Identität bleibt bestehen und kann weiterhin wie gewohnt genutzt werden. Die Erneuerung findet in erster Linie auf technologischer Ebene statt.
Und wie geht es weiter? Stehen weitere Änderungen auf dem Programm?
José: Die Plattformerneuerung ist Teil einer langfristigen Strategie. Dabei geht es nicht nur um Technologie, sondern auch um Sicherheit, Resilienz, Flexibilität und Unabhängigkeit. Diese Grundsätze werden uns auch in Zukunft leiten.
Für unsere Mitglieder ist wichtig zu wissen, dass die intensive Umstellungsphase nach der Migration weitgehend abgeschlossen sein wird. Danach werden wir die neuen Möglichkeiten der Plattform Schritt für Schritt nutzen, um Verbesserungen bereitzustellen. Deshalb ist es wichtig, dass unsere Mitglieder die Informationen von HIN verfolgen und notwendige Anpassungen rechtzeitig umsetzen.
Wie lautet eure Schlussbotschaft an Gesundheitsfachpersonen sowie Partnerinnen und Partner?
Patrik: Wir freuen uns, zusammen mit Ihnen diesen grossen Schritt auf die neue zukunftssichere Plattform zu machen. Wir sind überzeugt, dass dies die ideale Basis ist, in Zukunft spannende Neuerungen für Sie zu bieten.
José: Die Entscheidungen, die wir heute treffen, gestalten das Gesundheitswesen von morgen. Wenn wir später auf diese Zeit zurückblicken, werden wir mit Stolz sagen können: Wir haben mit Entschlossenheit die HIN Infrastruktur im Schweizer Gesundheitswesen erneuert und damit die digitale Zukunft unseres Systems entscheidend geprägt.