«Mit unserem Engagement wollen wir nicht nur sensibilisieren, sondern vor allem Kindern Schutz gewährleisten»
Kinder vor Gewalt schützen und dazu beitragen, dass sie gesund aufwachsen können, das ist das Ziel von «Kinder & Gewalt». HIN konnte die Stiftung im Rahmen der Neujahrsspende unterstützen – und somit dazu beitragen, sie ihrer Vision ein Stück näher zu bringen. Erfahren Sie mehr über das Engagement von «Kinder & Gewalt».
«Kinder sind besonders verletzlich und können sich nicht selbst vor Gefahren wie Missbrauch, Vernachlässigung, Gewalt, Ausgrenzung oder Armut schützen. Mit unserem Engagement wollen wir nicht nur sensibilisieren, sondern vor allem Kindern Schutz und Unterstützung gewährleisten» – Mit diesen Worten gibt Dr. ès sc. pol. Lucrezia Meier-Schatz, Präsidentin von «Kinder & Gewalt», Einblick in die Ziele der Stiftung. «Die Förderung einer gesunden Entwicklung muss uns als Gesellschaft ein zentrales Anliegen sein, denn nur so können Kinder in einer sicheren Umgebung aufwachsen und ihre Zukunft gestalten», sagt sie weiter.
Was ist Kindsmisshandlung?
Kindsmisshandlung hat viele Gesichter: Neben körperlicher Gewalt und sexueller Ausbeutung zählen dazu auch Vernachlässigung und psychische Misshandlung, so etwa verbale Abwertung oder das Vermitteln von Wertlosigkeit. Auch die kinderfeindliche Gestaltung der Umwelt wird im weitesten Sinne als Kindesmisshandlung verstanden. Viele Kindesmisshandlungen erfolgen im familiären Umfeld. Oft hängen sie mit Überforderung und Stress der Erziehenden oder mit Macht und Nichtanerkennung des Kindes als eigenständiges Subjekt zusammen.
«Die Förderung einer gesunden Entwicklung muss uns als Gesellschaft ein zentrales Anliegen sein. Denn nur so können Kinder in einer sicheren Umgebung aufwachsen.»
Langanhaltende Folgen
In der Kindheit machen Kinder wertvolle Erfahrungen, lernen viel. Es wird eine wichtige Basis für ihr späteres Leben gelegt. Jegliche Form von Misshandlung in dieser prägenden Zeit kann deshalb das momentane Wohlbefinden und die Entwicklung des Kindes beeinträchtigen. Misshandlungen können aber auch physische Schäden und psychische Störungen bis hin zum Suizid verursachen und schwerwiegende Probleme bis ins Erwachsenenalter nach sich ziehen.
Eine Stiftung, eine Vision
«Wir alle wissen: Gewalterfahrungen verursachen langfristige Schäden. Das dürfen wir nicht zulassen. Deshalb fördern wir als Stiftung die Prävention und unterstützen wertvolle Projekte, die den Kindern Schutz vor Gefahren bieten», sagt Lucrezia Meier-Schatz. Die Stiftung «Kinder & Gewalt» wurde 1992 gegründet und setzt sich seither dafür ein, Kindern ein Aufwachsen in Sicherheit zu ermöglichen.
Schweizweiter Einsatz
«Kinder & Gewalt» fördert gewaltpräventive Projekte in der gesamten Schweiz und unterstützt diese finanziell. Dies können Projekte sein, die sich mit der Prävention, Früherfassung und Bekämpfung von Kindsmisshandlungen befassen ebenso wie Projekte im Zusammenhang mit der Beratung, Betreuung und Behandlung von misshandelten Kindern und deren Familien.
« Wir alle wissen: Gewalterfahrungen verursachen langfristige Schäden. Das dürfen wir nicht zulassen. »
Ein Beispiel: Elternratgeber Schütteltrauma
Wussten Sie, dass bei Babies die Nackenmuskulatur noch zu wenig ausgebildet ist, um den Kopf mit eigener Muskelkraft zu halten? Wird ein Baby geschüttelt, schlägt sein Kopf deshalb unkontrolliert vor und zurück, sein Gehirn wird hin und her verschoben. Das kann zu Gefässrissen und Hirnblutungen sowie Gewebeverletzungen führen – und somit bleibende Schäden hinterlassen! «Kinder & Gewalt» hat Informationsmaterial ebenso wie ein Video zum Thema erstellt. Um Eltern aufzuklären, Wissen zu vermitteln – und Babies zu schützen. Der Elternratgeber «Schütteltrauma» kann kostenlos und in neun Sprachen bezogen werden.
Ein Thema, vielfältige Projekte
Die Projekte, die «Kinder & Gewalt» unterstützt, sind vielfältig und facettenreich. Folgende ausgewählten Beispiele geben einen Einblick:
- Accompagnement de l’enfant, Genf:
Das fachliche Begleitungsangebot unterstützt Kinder und deren Familien in schwierigen Familiensituationen und bei Scheidungen. - Liaison, Basel:
Ein unbürokratisches Abklärungsverfahren und therapeutisches Massnahmenangebot zur Erstversorgung und Stärkung der Kinder von Müttern im Frauenhaus. - No limits, Weinfelden:
Ein pädagogisch aufbereitetes Theaterstück für Schulkinder gegen verbale oder körper-liche sexuelle Gewalt mit Workshops für Schulklassen. - Der Glücksballon, Luzern:
Das Buchprojekt der Bildungsstelle Häusliche Gewalt zur fachlichen Unterstützung von Kindern mit Gewalterfahrung.
Fokussiert ins neue Jahr
Auch für 2026 hat «Kinder & Gewalt» nachdrückliche Ziele und einen klaren Fokus. «Bereits im vergangenen Jahr hat der Stiftungsrat den Fokus speziell auf Projekte gelegt, die Kinder und Jugendliche psychisch und physisch stärken, sie begleiten und ihnen neue Perspektiven eröffnen. Diesen Schwerpunkt wird der Stiftungsrat im Jahr 2026 mit grosser Überzeugung weiterverfolgen», erzählt Lucrezia Meier-Schatz.
HIN wünscht der Stiftung weiterhin viel Energie und Tatkraft für die Umsetzung ihrer Projekte und freut sich, dass die HIN Community einen kleinen, aber wertvollen Beitrag zu deren Umsetzung leisten kann.
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