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Empfehlungen für den Schutz von Endgeräten vor Malware und Cyberrisiken

Lisa Wang
Lisa Wang

Digitale Arbeitsmittel sind aus dem medizinischen Alltag nicht mehr wegzudenken. Umso wichtiger ist es, Endgeräte wie Computer, Laptops oder Server konsequent gegen Malware und andere Cyberrisiken abzusichern. Mit den folgenden Empfehlungen lässt sich das Schutzniveau einer Praxis realistisch einschätzen und gezielt verbessern.

Um Endgeräte vor Schadsoftware (sog. Malware) und Cyberrisiken zu schützen, sollten Leistungserbringer wie Arztpraxen die folgenden Empfehlungen beachten:

Aktualisieren Sie auf allen Ihren Systemen sowohl das Betriebssystem als auch die installierten Anwendungen regelmässig.

  • Stellen Sie sicher, dass Sicherheitsupdates zeitnah installiert werden. 
  • Es lohnt sich, periodisch Stichproben durchzuführen, um die korrekte Funktionalität sicherzustellen.

Verwenden Sie eine zuverlässige Lösung zum Schutz Ihrer Endgeräte (Computer, Laptop, Server etc.)

  • Überprüfen Sie die Schutzlösung kontinuierlich auf deren Angemessenheit, Aktualität und Funktionalität.

HIN Endpoint Security (EPS) wird per Ende März 2026 eingestellt

Seit der Einführung im Jahr 2018 haben die führenden Betriebssystemhersteller ihre integrierten Sicherheitsmechanismen deutlich weiterentwickelt. In vielen Umgebungen bieten diese heute eine tragfähige Basis. HIN empfiehlt Praxen, den Schutz der Endgeräte im Kontext ihrer gesamten IT-Sicherheitsmassnahmen regelmässig zu überprüfen und auf die individuelle Umgebung abzustimmen.

Angemessenheit der Lösung für den Schutz der Endgeräte

Auf dem Markt sind verschiedene Lösungen für unterschiedliche Anforderungen verfügbar, vereinfacht dargestellt gibt es zwei Varianten:

  • Lokal verwaltete Antimalware-Lösungen
  • Zentral verwaltete Antimalware oder Endpoint und Detection Lösungen

Lokal verwaltete Antimalware-Lösungen

Lokal verwaltete Antimalware-Lösungen sind beispielsweise die beiden folgenden von Betriebssystemherstellern angebotenen Produkte:

  • Windows = Defender
  • MacOS = XProtect 

Vorteile:

  • Diese Lösungen bieten die grundsätzlichen Schutzfunktionen und sind bereits vorinstalliert
  • Es fallen keine zusätzlichen Lizenzkosten an

Nachteile:

  • Eine zentrale Auswertung von Anomalien ist nur mit zusätzlichen Komponenten möglich
  • Die korrekte Funktionalität muss direkt auf dem Gerät durch die angemeldete Benutzerin überwacht werden. Dies impliziert, dass entsprechendes Fachwissen und Zeit vorhanden sind, um den Schutz und die Detektion von Anomalien sicherzustellen.
  • Die Erkennung basiert auf den Ereignissen eines einzelnen Systems

Einsatzbereich:

  • Aufgrund der vorgängig erwähnten Nachteile wird der Einsatz von lokal verwalteten Antimalware-Lösungen nur in kleinen Umgebungen (1-3 Systeme) oder im privaten Umfeld empfohlen.

Zentral verwaltete Lösungen zum Schutz von Endgeräten

Gegenüber den lokal verwalteten Lösungen bieten die zentralen Lösungen deutlich mehr Funktionalität.

Wichtig ist aus unserer Sicht eine umfassende Betrachtung der Sicherheitsanforderungen aller Ihrer vernetzten Systeme.

Ein Beispiel ist, dass der Betrieb der zentral verwalteten Endpoint und Detection Lösung durch den gleichen Anbieter erfolgt, der auch das regelmässige Update von Programmen, Systemen und den Betrieb der lokalen Firewall sicherstellt. Prüfen Sie aufgrund Ihrer Anforderungen, welche Lösung für Sie am besten ist.

Vorteile:

  • Automatisierungen und Überwachungen können zentral gesteuert werden und auf mehrere Systeme gleichzeitig angewendet werden.
  • Daten von mehreren Systemen können erfasst und korreliert werden.
  • Die Erkennung kann zentral überwacht werden, Anomalien werden dadurch rascher und eindeutiger erkannt.

Nachteile:

  • Für die Beschaffung und den Betrieb fallen Kosten an

Einsatzbereich:

  • Wir empfehlen, den Einsatz einer zentral verwalteten Lösung in jedem Fall zu prüfen und bei der Evaluation einer neuen Lösung immer auch Ihren gesamten Schutzbedarf zu betrachten.

Beispiele von zentral verwalteten Schutzlösungen (die Reihenfolge ist zufällig und nicht gewichtet):

  • SentinelOne
  • Sophos
  • CrowdStrike
  • Palo Alto Networks
  • Trend Micro
  • Bitdefender
  • ESET
  • Fortinet
  • Checkpoint

Überprüfung der Aktualität und Funktionalität Ihres Endgeräte-Schutzes

Anhand von Beispielen zeigen wir Ihnen, wie Sie den Schutz Ihrer Endgeräte auf Aktualität und Funktionalität prüfen können. Bitte beachten Sie, dass die Bilder auf Ihrem System je nach Schutzkomponente, Version und Betriebssystem von den folgenden Beispielen abweichen können.

  • Klicken Sie auf das Symbol der Antimalware / Endpoint Schutz Komponente.

Beispiele von Symbolbildern von Sophos Endpoint Security:

Sophos Icon  Sophos Icon

Sie erhalten dann in der Regel bereits die erste Rückmeldung:

Bild links, grün

Ein System ohne Probleme

Bilder rechts, rot/orange

Ein System mit Problemen

Bilder rechts, rot/orange

Ein System mit Problemen

Wenn Sie auf den Link klicken (in diesem Beispiel «Sophos Endpoint öffnen» ) erhalten Sie weitere Informationen zum Status Ihrer Endpoint Schutz Lösung.

Hier wird ein Bild angezeigt, auf welchem alles in Ordnung ist:

Sophos: Statusmeldung

Sollte eines der folgenden Bilder bei Ihnen angezeigt werden, dann sind Massnahmen auf Ihrer Seite erforderlich:

Sophos: Ihr Gerät wird nicht mehr verwaltet

Wird die nebenstehende Meldung «Ihr Gerät wird nicht mehr verwaltet» angezeigt  kontaktieren Sie umgehend Ihren IT oder IT Security Dienstleister.

  • Rote Meldungen signalisieren ein akutes Problem, der Schutz ist eingeschränkt oder nicht mehr gewährleistet.
Sophos: Bedrohung erkannt

Die Meldung «Bedrohung erkannt» weist darauf hin, dass eine Malware gefunden wurde. Prüfen Sie mittels Klick auf «Details anzeigen» was genau passiert ist und kontaktieren Sie bei Unsicherheit Ihren IT oder IT Security Dienstleister.

Sophos: Aktualisierung fehlgeschlagen

Nebenstehende Meldung weist auf ein Problem mit der Aktualisierung hin. Klicken Sie auf «Details anzeigen» um weitere Informationen zu erhalten. 

Sollte diese Meldung über längere Zeit (Max 48h) bestehen bleiben, dann ist der Schutz nicht mehr ausreichend gewährleistet. Die Ursache muss ermittelt und behoben werden. Kontaktieren Sie bei Bedarf Ihren IT oder IT Security Dienstleister.

 

Lisa Wang
Autor: Lisa Wang - Security Officer

Als Expertin für IT-Sicherheit informiere ich Sie über aktuelle Herausforderungen im Netz. Zudem verrate ich Ihnen, wie Sie sich einfach vor Cybergefahren schützen können und erkläre Begriffe und Zusammenhänge rund um das Thema Informationssicherheit. Lernen Sie mit mir, wie wir die digitale Welt im Gesundheitswesen gemeinsam ein Stück sicherer machen können.

Expertise
Bereits vor meinem Studium der IT-Forensik konnte ich erste Erfahrungen im Bereich IT-Sicherheit sammeln. Während des Studiums vertiefte ich mein Wissen gezielt und spezialisiert mich auf die Analyse und Untersuchung von IT-Systemen und -Prozessen. Im Anschluss sammelte ich über 8 Jahre Erfahrung in der IT-Sicherheit, insbesondere im Bankenumfeld, und konnte so meine Fähigkeiten in der Identifizierung von Schwachstellen und Risiken sowie in der Definition von Schutzmassnahmen kontinuierlich erweitern. Seit 2024 bin ich als Security Officer bei HIN tätig. In dieser Rolle prüfe ich unsere Prozesse, Infrastruktur und Systeme auf potenzielle Schwachstellen und Risiken und definiere geeignete Schutzmassnahmen für HIN.
 
Ganz persönlich
In meiner Freizeit entspanne ich mich und tanke neue Energie durch verschiedene Aktivitäten, wie Lesen, Spazierengehen und Yoga. Wenn ich ein gutes Buch in der Hand habe, kann ich mich stundenlang verlieren und neue Welten entdecken. Ein Spaziergang in der Natur, sei es im Wald oder am See, hilft mir, meine Gedanken zu ordnen und mich zu erfrischen. Yoga ist für mich eine weitere Möglichkeit, Körper und Geist in Einklang zu bringen und mich zu zentrieren. Ich schätze auch die Zeit, die ich mit meiner Familie und Freunden verbringe, sei es bei einem gemeinsamen Essen oder bei einem Ausflug in die Schweizer Berge.
 

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