Zeit sparen mit Formularen, die sich selber ausfüllen

Mit medForms lassen sich viele Abläufe vereinfachen, beispielsweise Meldungen an die kantonalen Krebsregister. Die PDF-Formulare werden von der Praxissoftware automatisch ausgefüllt und können auf Knopfdruck direkt via HIN Mail verschickt werden. Hausärztin Mirjam Frey erklärt im Interview, wie sie medForms in ihrer Praxis verwendet.

Das Projekt medForms.ch stellt kostenlos eine Vielzahl an Formularen im Schweizer Gesundheitswesen bereit – vom Arztzeugnis UVG über Physio- und Ergotherapie-Verordnungen bis zum Brillenrezept. Die Formularfelder sind so programmiert, dass sie von der Praxissoftware automatisch befüllt und ausgelesen werden können. Für die Benutzer steigern medForms-Formulare die Effizienz, da sich der Zeitaufwand für das Ausfüllen stark verkürzt.Vorteile von medForms
  • Der ganze Satz an medForms-Formularen steht lokal in der Praxissoftware zur Verfügung – automatisch auf dem neusten Stand
  • Die Praxissoftware füllt das Formular so weit wie möglich automatisch aus, anschliessend wird dem Benutzer das ausgefüllte Formular zur Kontrolle und Vervollständigung angezeigt
  • Die meisten Formulare können direkt aus dem PDF-Formular heraus versendet werden – einfach, sicher und datenschutzkonform via HIN Mail

Weitere Informationen finden Sie auf der Website von medForms.

Krebsregistrierungen via medFormsDurch das Krebsregistrierungsgesetz (KRG) besteht seit Anfang Jahr für Ärztinnen und Ärzte eine Meldepflicht von Krebserkrankungen. Für die einfache Meldung an das Kinderkrebsregister bzw. die kantonalen Krebsregister stehen zwei medForms-Formulare mit Direktversand-Funktionalität zur Verfügung:

Interview mit Dr. med. Mirjam Frey, LiestalHIN: Frau Frey, wie nutzen Sie medForms in Ihrer Praxis?Mirjam Frey: Wir benutzen die medForms sehr regelmässig und häufig, das heisst meist mehrfach täglich. Die häufigste Anwendung sind Physiotherapieverordnungen, auch Ergotherapie- und Ernährungsberatungsanmeldungen. Zudem melden wir unsere Patienten für radiologische Untersuchungen über die medForms an. Als Partner sind dies v.a. das Kantonsspital Baselland und das Röntgeninstitut Imamed. Vereinzelt brauchen wir die Formulare auch für IV-Anmeldungen und Berichte. Neuerdings kommen auch SUVA-Unfallberichte dazu. Dies aber nur sehr vereinzelt.Welches sind für Sie die Vorteile der Lösung «medForms via HIN»? Es sind dies vor allem die elektronische Übermittlung per Knopfdruck und die daraus resultierende Zeitersparnis. Ich kann eine Anmeldung auch vorbereiten, und wenn der genaue Termin feststeht (nach telefonischer Rücksprache), kann die MPA die Anmeldung verschicken. Zudem sind mittlerweile viele Formulare hinterlegt, so dass man keine eigenen Formulare oder Vorlagen kreieren muss. Die Sicherheit durch die HIN geschützte Übermittlung ist natürlich ein weiterer grosser Vorteil.
Wie beurteilen Sie die Anwenderfreundlichkeit?Ich denke, das hängt sehr von der Praxissoftware ab. Bei uns ist es sehr gut in die Arbeitsabläufe und die Software integriert. Leider ist es technisch mit der PDF-Speicherung nicht immer ganz einfach, aber die Softwarefirma ist dabei, dies laufend zu verbessern. Insgesamt sind die medForms sehr benutzerfreundlich und einfach gehalten.Für wen eignet sich «medForms via HIN» aus Ihrer Sicht besonders? Die medForms eignen sich eigentlich für alle medizinischen Personen, die Zuweisungen machen und solche erhalten. Es vereinfacht die Arbeit durch weniger Arbeitsschritte und erhöht die Sicherheit, indem die Verwechslungsgefahr reduziert und die Dokumente geschützt übermittelt werden.
Dr. med. Mirjam Frey, Liestal
Würden Sie «medForms via HIN» weiterempfehlen?Ja, unbedingt. Es wäre schön, wenn noch mehr Partner teilnehmen würden. Zum Beispiel Spezialärzte, Spitexorganistationen sowie Alters- und Pflegeheime für Verordnungen. Auch wäre es toll, wenn Physiotherapeuten vermehrt einen HIN Anschluss hätten, dann könnte man die Verordnung direkt übermitteln.