Chancen und Herausforderungen der Krise – Im Interview mit Lucas Schult

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Ein betriebliches Kontinuitätsmanagement und die technische Vorbereitung auf Krisensituationen sicherten bei HIN die Umstellung auf Homeoffice. Unser CEO Lucas Schult hat im Interview mit dem Magazin «HEIME & SPITÄLER» geschildert, welche Chancen er in dieser herausfordernden Situation sieht und wie er diese mit HIN aktiv nutzen will.

(Das Interview wurde Anfang Mai geführt.)
HEIME & SPITÄLER: Welches sind aktuell/in den nächsten Wochen die grössten Herausforderungen für Ihr Unternehmen?

Lucas Schult: Bei HIN arbeiten seit dem 16. März alle Mitarbeitenden im Home-Office und halten den Betrieb der HIN Plattform zu hundert Prozent aufrecht. Da wir ein betriebliches Kontinuitätsmanagement (BCP/BCM) haben und technisch auf Krisenfälle vorbereitet sind, ist uns die Umstellung vergleichsweise leicht gefallen. Wir haben sogar mit einem Sondereffort eine Videokonferenzlösung lanciert, damit unsere Kunden ohne Ansteckungsgefahr mit ihren Patienten – zum Beispiel Covid-19-Verdachtsfällen – kommunizieren können. Eine Herausforderung ist es, dass wir trotz der räumlichen Distanz zu unseren Mitarbeitenden schauen – gerade zu jenen, die allein wohnen – und ihnen zeigen, dass sie wichtig sind und gebraucht werden. 

HEIME & SPITÄLER: Was läuft in der Krise besonders gut aus Ihrer Sicht, was läuft noch falsch?Lucas Schult: Herr Koch vom BAG und sein Team machen einen super Job, sie navigieren uns mit klaren Vorgaben und pragmatischen Massnahmen durch die Krise. Viele Menschen tun sich leider schwer damit, diszipliniert zu bleiben und sich beispielsweise an die Distanzregeln zu halten. Es braucht nun von uns allen Geduld und Ausdauer. Je mehr wir davon aufbringen, desto besser werden wir die Situation in der Schweiz meistern.  

Lucas Schult, Geschäftsführer (CEO) Health Info Net AG

Lucas Schult ist als Geschäftsführer für die Gesamtkoordination und die Umsetzung der Geschäftsstrategie verantwortlich. Er ist Certified Network Security Engineer (CNSE) und Certified in Risk and Information System Control (CRISC) und verfügt über langjährige Erfahrung als Cybersecurity- und IT-Experte im Gesundheitswesen.

«Die Erfahrungen, die wir gegenwärtig machen
müssen, gilt es zu nutzen.»
HEIME & SPITÄLER: Wie könnten Sie von Geschäftspartnern/der Politik noch besser unterstützt werden?Lucas Schult: Von den Behörden fühlen wir uns, wie oben erwähnt, sehr gut unterstützt. Das trifft auch auf unsere Partner zu. Es ist schön zu spüren, dass unser Netzwerk uns auch in der Krise trägt.HEIME & SPITÄLER: Wie glauben Sie, wird die Coronakrise Ihr Geschäft und die Branche verändern?Lucas Schult: Man hört viel davon, dass es jetzt – gerade im Gesundheitswesen – zu einem Digitalisierungsschub kommt. Ob das wirklich so ist, werden wir sehen. Aber es ist sicher so, dass viele Menschen sich im Moment mit digitalen Tools auseinandersetzen und dabei auch feststellen, dass diese für sie nützlich sein können. Die Erfahrungen, die wir gegenwärtig machen (müssen), gilt es zu nutzen. Ich hoffe, dass wir als Gesellschaft aus der Coronakrise lernen und dadurch besser auf die nächste Pandemie vorbereitet sein werden. Bei HIN werden wir im Rahmen unseres BCP/BCM regelmässig überprüfen, dass wir in der Lage sind, solche Krisen auszuhalten und zu meistern. Dieses Interview wurde in der Mai-Ausgabe des Magazins HEIME & SPITÄLER veröffentlicht (Beitrag als PDF).