HIN setzt bei elektronischen Identitäten auf ein EPD-konformes Vertrauenslevel

Die zweifelsfreie Identifizierung spielt eine wichtige Rolle bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens. Gerade bei Online-Applikationen ist es elementar, dass nur berechtigte Personen auf sensible Gesundheitsdaten zugreifen können. HIN Identitäten leisten einen Beitrag zu einem noch sichereren digitalen Gesundheitswesen.
Eine zuverlässige Authentisierung bildet die Grundlage für den Zugriff auf jegliche Art von Online-Applikationen. Denn um zu entscheiden, ob eine Person berechtigt ist, auf gewisse Informationen oder Daten zuzugreifen, muss ihre Identität zweifelsfrei bestätigt werden können. Aus diesem Grund spielen HIN Identitäten eine wichtige Rolle für die Digitalisierung des Gesundheitswesens: Sie bilden die Basis für eine zweifelsfreie Verifizierung der Identität und damit für die Zugriffsberechtigungen der Nutzerinnen und Nutzer von Online-Applikationen.
Anforderungen an den Zugriff auf das EPD
Auch für die Einführung des elektronischen Patientendossiers (EPD) sind elektronische Identitäten elementar: Möchten Gesundheitsfach- und Hilfspersonen auf das EPD zugreifen, brauchen sie nämlich ein zertifiziertes Identifikationsmittel – eine persönliche, EPD-konforme eID, also eine HIN Identität.Da im EPD besonders sensible Daten abgelegt werden, schreibt das Gesetz vor, dass nur mit elektronischen Identitäten darauf zugegriffen werden darf, welche ein bestimmtes Vertrauenslevel aufweisen. HIN als zertifizierter Identitätsprovider für das EPD ist berechtigt, EPD-konforme HIN Identitäten auszustellen. Daher sind unsere persönlichen Identitäten bereits für den Zugriff auf das EPD bereit oder können mit wenig Aufwand auf das EPD-Vertrauenslevel angehoben werden. Nach wiederholten Verzögerungen soll das EPD 2021 schweizweit eingeführt werden. Was das für Gesundheitsfachpersonen bedeutet und wie sie sich vorbereiten, erklärt Adrian Schmid, Leiter eHealth Suisse, im Interview.
Was ist eine HIN Identität?
Die HIN Identität entspricht einem elektronischen Ausweis und ist mit einem physischen Ausweisdokument vergleichbar. Mit ihr können sich Personen im Internet mit der gleichen Qualität ausweisen, wie sie dies mit einem Ausweis in der physischen Welt tun. Die persönliche HIN Identität kann für den Zugriff auf das elektronische Patientendossier verwendet werden, sofern sie die dafür notwendigen Bedingungen erfüllt.Elektronische Identitäten im Kontext des EPD
Eindeutige Authentisierung bei HIN
Wer eine persönliche elektronische HIN Identität beantragt, muss Informationen zu seinen Personalien an HIN liefern, beispielsweise Name, Vorname, Berufsqualifikation und GLN-Nummer. Um die Identität final zu bestätigen, führt HIN eine Videoidentifikation durch. Während dieser wird anhand des Videos, eines gültigen Personalausweises sowie eines SMS-Codes die Identität der Person überprüft.Dieser Prozess der Identifizierung ist relativ neu, wurde er doch im Rahmen der Zertifizierung für das EPD eingeführt. Zuvor ausgestellte HIN Identitäten entsprechen noch nicht dem für den Zugriff auf das EPD geforderten Vertrauenslevel. Sie können jedoch schnell und einfach angepasst werden. Hierfür muss die Identität der entsprechenden Person mittels Videoidentifikation verifiziert werden.
Identitätskontrolle
HIN setzt auf das EPD-konforme Vertrauenslevel
Bei HIN ist Datenschutz seit jeher zentral. Die HIN Community als Vertrauensraum zeichnet sich dadurch aus, dass HIN Teilnehmer sich mit ihrer HIN Identität sicher authentisieren und damit als «digitales Gegenüber» immer zweifelsfrei identifiziert werden können. Daher arbeiten wir daran, dass in Zukunft alle unsere persönlichen HIN Identitäten dem EPD-konformen Vertrauenslevel entsprechen. Dies ist auch sinnvoll im Kontext der zunehmenden Digitalisierung des Gesundheitswesens und der daraus resultierenden steigenden Anforderungen an die Sicherheit und den Datenschutz.
Ein Vorteil für das Schweizer Gesundheitswesen
Die grosse und stetig wachsende HIN Community macht es möglich, dass sich elektronische Identitäten des EPD-konformen Vertrauenslevels im Schweizer Gesundheitswesen schnell verbreiten und etablieren. Das ist ein grosser Pluspunkt für die Sicherheit unseres Gesundheitssystems. Die Vorteile zeigen sich aktuell beispielsweise beim Zugriff auf die Covid-Applikationen des Bundes.Bereiten auch Sie sich vor auf die zunehmende Digitalisierung des Gesundheitswesens und auf die Einführung des EPDs. So leisten Sie einen Beitrag zu einem noch sichereren, digitalen Gesundheitswesen.
Stefan Müller, Senior Key Account Manager bei HIN
Autor: Stefan Müller – Senior Key Account Manager Als Experte für unsere Anschlüsse, informiere und berate ich Sie in meinen Beiträgen über Ihre Möglichkeiten genauso wie über neue Mitglieder der HIN Community. Lernen Sie mit mir die vielfältige HIN Community kennen und verpassen Sie keinen Ihrer Vorteile, die Sie mit dem HIN Anschluss geniessen. Mehr über Stefan erfahren